Kindergarten Edith Stein

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Ein Herzensort in Lehen

Was am Basteltisch des Kindergartens passiert, ist klar: Es wird gebastelt. Und auch die Bauecke und der Werkraum werfen keine größeren Fragen auf. Aber was macht man an einem „Herzensort“? Das zeigt die KiTa Edith Stein in Lehen: Im Juni wurde ein solcher Herzensort feierlich eingeweiht.

Der "Herzensort" im Gruppenraum oder im Foyer eines Kindergartens ist ein Ort für Religion und Glaube - ein bleibender und sichtbarer Raum, der entsprechend ausgestattet und immer wieder neu gestaltet werden kann. Ein bisschen erinnert das an den Herrgottswinkel in der Wohnstube, doch in den „Herzensort“ in der KiTa Edith Stein kann man sich auch räumlich zurückziehen, hinsetzen, zur Ruhe kommen. Er gibt Kindern die Möglichkeit, mitten im Kita-Alltag Stille zu erleben, über Gott zu erzählen oder mit der Gruppe zu beten: Wie die Werk- und Bastelecke handwerkliche Fertigkeiten fördern, so unterstützt der "Herzensort" die Kinder dabei, mit ihrem Inneren in Berührung zu kommen. "Das können ganz unterschiedliche Erlebnisse sein. Ärger, genauso wie Erfolg, Trauer über den Tod des Opas oder Freude über die Geburt eines Geschwisterkindes", erläutert KiTa-Leiterin Angelika Mandel anlässlich der Einweihung. Sie und ihr Team hatten mit anderen pädagogischen Fachkräften aus den Kindergärten der Seelsorgeeinheit das Konzept des "Herzensortes" bei einer Fortbildung kennengelernt - und den Entschluss gefasst, ihn auch in Lehen einzurichten.

Mit der Unterstützung der Kirchengemeinde, der Ortschaftsverwaltung Lehen mit Ortsvorsteher Bernhard Schätzle, den Einnahmen aus verschiedenen Festen und der privaten Spende des Ehepaars Claus und Ingrid Mez konnte dieser im Eingangsbereich des Kindergartens entstehen: Eine helle, freundliche Ecke, ganz aus Holz gebaut; mit Rundungen und wellenartigen Formen, die einladend und beruhigend wirken. Gebaut hat den Ort Patrick Schäfer, Pfarrgemeinderatsmitglied aus Lehen, der dafür von den Eltern, Kindern und dem Team reichlich Applaus erhielt.

"Das Herz ist die Mitte des Menschen", erklärte Pfarrer Joachim Koffler den Kindern zur Einweihung, "das, worauf es ankommt." Mit seinem Segen fanden zur Einweihung dann schon die ersten Accessoires ihren Platz im Herzensraum: Blumen, Holzherzen, eine Kerze, eine Kinderbibel, ein Engel ... Weitere werden folgen, je nach aktuellem Anlass. Und den Bedürfnissen der Kinder.

Text und Fotos von
Simone Richter
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Kirche Freiburg