Kindergarten Edith Stein

Namenspatronin Edith Stein

Wir haben uns für diesen Namen entschieden, weil Edith Stein in ihrer Lebensweise für uns und für andere ein Vorbild sein sollte. Der folgende Text gibt Ihnen einen Einblick über das Leben dieser beeindruckenden Frau.

Edith Stein wird am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren. Sie stammt aus einer jüdischen Familie. Ihr Vater ist Holzhändler. Als Edith Stein ein Jahr alt ist, stirbt ihr Vater. Die Mutter übernimmt den Holzhandel und die Erziehung ihrer sieben Kinder.

Edith wird nach jüdischem Glauben erzogen. Die Atmosphäre in ihrem Elternhaus ist geprägt von Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft.

Schon mit 14 Jahren setzt sie sich mit weltanschaulichen und religiösen Fragen auseinander.

Edith ist eine hoch begabte Schülerin und Studentin. Abitur, Staatsexamen und Doktorarbeit bringen ihr Höchstprädikate ein. Dennoch schriebt sie: „Ich wusste von den ersten Lebensjahren an, dass es viel wichtiger sei, gut zu sein als klug“.

Ihre Berufswahl, Philosophie zu studieren, trifft sie aus dem Gedanken heraus: „Wir sind auf der Welt, um der Menschheit zu dienen. Das kann man am besten, wenn man das tut, wozu man die geeigneten Anlagen mitbringt.“

Die Begegnung mit verschiedenen Philosophen während ihrer Studienzeit bringt ihr die Welt des Glaubens wieder näher. Schmerzliche Lebenserfahrungen, gescheiterte menschliche Beziehungen und wissenschaftlicher Misserfolg lassen Edith reifen. Sie lernt das Neue Testament kennen und ist davon begeistert. Daraufhin setzt sie sich mit dem christlichen Glauben auseinander. Mit 30 Jahren entscheidet sich Edith Stein, durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen zu werden.

Zu dieser Zeit engagiert sie sich in der Erwachsenenbildung, arbeitet als Lehrerin in einer Mädchenschule, gibt Kurse an der Volkshochschule und Weiterbildungsstunden für Arbeiterinnen. Als Referentin und Schriftstellerin ist sie im In- und Ausland tätig. Ihr großes Anliegen dabei ist zumeist die Frauenbildung.

Gerade in den bewegten Jahren ihrer Berufstätigkeit wird ihr Wunsch immer größer, ganz für Gott zu leben. Im Jahre 1933 tritt sie in Köln in den Orden der Unbeschuhten Karmeliterinnen ein, nachdem sie als Jüdin ihre berufliche Stellung aufgeben musste. „Ich bin jetzt an dem Ort, an den ich längst gehörte“, schreibt sie in einem Brief. Gerade vom Kloster aus fühlt sie sich ihrem Volk verbunden, das eine so schwere Zeit durchstehen muss.

Um ihre Mitschwestern nicht zu gefährden, weil sie Jüdin ist, nimmt sie es auf sich, in ein Kloster in den Niederlanden zu gehen. Doch auch dort werden die Juden verfolgt. Edith wird verhaftet und in den Osten gebracht. Bis zuletzt hat sich Edith liebevoll um die Kinder gekümmert. Sie tröstet die Mitgefangenen und die Kinder mit den Worten: „Was immer sie mit uns tun, Jesus ist bei uns.“ Nach acht Tagen findet sie in Auschwitz den Tod.